Juli 2015 archive

Ein echter Allrounder: das Master 9.7 von Tendon

Beitragsbild Tendon Master

Kletterseile verlieren in den letzten drei Jahren kontinuierlich an Durchmesser. Das derzeit dünnste zugelassene Einfachseil auf dem Markt misst gerade einmal noch 8,5cm. Doch ist dünner gleich leichter und zwangsläufig besser? Neben dem präferierten Einsatzgebiet (langer Zustieg, da macht sich jedes Gramm bemerkbar versus Seil für die Halle, hier sind die Zufahrtswegen meist kurz) spielen auch persönliches Können und gewünschtes Handling sowie das Metergewicht selbst eine Rolle. Die Produktpalette auf dem Markt ist derzeit so groß wie nie. Auf der Suche nach einem allroundtauglichen Einfachseil, sind wir auf das Master 9.7 von Tendon aufmerksam geworden.

Sofern das Seil nicht als Rotpunktseil bzw. dem Durchsteigen von ambitionierten Routen am persönlichen Limit eingesetzt werden soll, sind Durchmesser zwischen 9,4 und 9,8mm optimal.

Produktbild Tendon MasterDas Master 9.7 gehört aufgrund des geringen Metergewichts (61g/m) und des Durchmessers unter 10mm (9,7mm) zur gleichnamigen Master-Line. Hierbei handelt es sich laut Hersteller um extrem leichte Seile mit geringem Durchmesser und wenig Gewicht für den täglichen Einsatz an Kunstwänden, anspruchsvollstes Sportklettern und Extremaufstiege. Im Vergleich zu den Seilen der preisgünstigen Smart-Serie sind ein paar Euro mehr fällig. In der 60m Version kostet das Master 9.7 169,95€. Seil ist eben nicht gleich Seil, genaues Hinschauen loht sich. Wir haben das Master 9.7 sowohl indoor, als auch draußen am Fels getestet und sind überrascht vom tollen Handling und der Abriebfestigkeit.

Erhältlich ist das Einfachseil in den Farbvarianten gelb und grün. Damit folgt Tendon dem Trend nach auffälligen Seilfarben – an öden Grau, Dunkelblau oder Olivgrün haben wir uns stattgesehen. Nicht zuletzt draußen ein weiterer Sicherheitsaspekt. Außerdem ist eine bicolore Version mit Musterwechsel in rot/grün erhältlich. Das Seil wird incl. Klettband ein einer einfachen Seiltasche geliefert, sodass zumindest bis zum Kauf eines komfortableren Schutzes die produktgerechte Verstauung gewährleistet ist.

Im ersten Eindruck macht das Seil einen leichten, gut zu transportierenden Eindruck, sodass es sich auch für längere Zustiege eignet. Die Haptik ist recht angenehm, wie bei allen neuen Seilen fühlt es sich anfangs jedoch noch etwas glatt an. Das legt sich, sobald es einen Nachmittag lang in Gebrauch war. Für den Vorsteiger bedeutet der geringere Durchmesser in erster Linie weniger Reibung. Das Seil läuft besser durch die Exen und zieht weniger nach unten. Klippen funktioniert auch nach häufigerem Gebrauch sehr gut und das Seil glänzt mit optimaler Steifigkeit. Bezüglich der Knotbarkeit und vor allem dem Entknoten auch nach einem Sturztraining im Vorstieg, überzeugt das Seil auf ganzer Linie. Krangeln konnten wir ebenfalls nicht feststellen. Für einen geübten Sicherer ist der Durchmesser von 9,7mm längst Standard. Getestet wurde jeweils mit Smart, Tuber und Click-Up. Bei allen drei Sicherungsgeräten läuft das Seil rund und auch größere Stürze können problemlos gehalten werden.

Seil ≠ Seil. Innovative Veredelung macht den Unterschied.

Als „Allrounder“ sollte das Seil sowohl in der Halle, als auch outdoor einsetzbar sein. Neben der Abriebfestigkeit – gerade am Sandstein – ist nichts nervenaufreibender als ein vollgesogenes, schweres Seil durch die Gegend zu tragen. Zumal sich eindringendes Nass nicht gerade positiv auf die Haltbarkeit auf die Lebensleine auswirkt.

Tendon verwendet beim Master 9,7mm die „Complete Shield“-Veredlung eine neuartige, progressive Methode der Oberflächenbehandlung mittels Nanotechnologie. Hierbei handelt es sich um mikroskopisch kleine Teflon®-Partikel, die auf Seilmantel und Seilkern aufgetragen werden. Sie halten Wasser, Öl und Schmutz fern und verlängern damit die Lebensdauer des Seils. Tests bestätigen die Wasserbeständigkeit, die deutlich unter der Wasseraufnahme anderer Seile liegt. Auch wir können diese Eigenschaft nach einem Reinigungsbad bestätigen.

Sämtliche Seile des tschechischen Herstellers – so auch das Master 9.7 – sind mit dem sog. TeNOTE-System ausgestattet. Basierend auf NFC-Technik (Nahfunktechnik) können Verbraucher Informationen zu ihrem Produkt mittels Smartphone oder Tablet einsehen und sich persönliche Notizen dazu machen, sofern dieses vorher registriert wurde. Einen Schritt weitergedacht – vielleicht als Anmerkungen an den Hersteller – wäre die E-Mail Funktion, mit der Tendon die Verwender über etwaige Rückrufaktionen benachrichtigten könnte. Das wäre nicht nur praktisch, sondern auch absolut zeitgemäß.

Im Ergebnis präsentiert sich das Master 9.7 als toller Allrounder mit angenehmen Handling und wenig Abrieb. Die geringe Wasseraufnahme und das fortschrittliche TeNOTE-System sind weitere Charakterzüge, die für den Kauf sprechen.

Thanks a Billion – auch die OutDoor Shirts bestehen aus recyceltem Garn

Thanks a BillionDie Messeshirts der OutDoor haben inzwischen Kultstatus erreicht. Jedes Jahr in einer anderen Farbvariante sind sie nicht nur persönliches Andenken an meist hochsommerliche Messetage, sondern auch Eintrittskarte, Speisen- und Getränkevoucher für die ultimative OutDoor Party.

Auch in diesem Jahr sponserte Polartec die bestens organisierte Sause mit der Livecoverband „Midnight Special“ und rund 15.000 Partypeople. Das eigens dafür designte OutDoor Shirt in zartem Grünblau besteht aus dem neuen 50+UPF Polartec Power Dry. Es ist leicht, weich, schnelltrocknend und wurde aus mehr als 50% recyceltem Polyester hergestellt.

Erst kürzlich gab der führende Hersteller von Funktionsstoffen bekannt, dass im Juli 2015 die milliardste Flasche für die Garnproduktion recycelt wird. Daraus entstehen Stoffe, die von namenhaften Bekleidungsherstellern zu hochfunktionalen Textilien verarbeitet werden. Während der OutDoor konnten wir uns am Messestand von Polartec diesen reizenden Kurzfilm ansehen. Den möchten wir euch nicht vorenthalten.

Kletterrucksack oder Seiltasche? Tipp: Combi Cliff

Beitragsbild Combi Cliff

Kletterrucksack oder Seiltasche? Oftmals werden Kletterer vor diese Entscheidung gestellt, denn die wenigsten Firmen bieten eine Kombination aus beidem an. Dabei ist genau diese Konstellation eine optimale Lösung für das tägliche Vorstiegs-Training in der Halle oder für spontane Kletternachmittage am Fels.

Wir haben uns den Combi Cliff des französischen Bergsport-Spezialisten Beal angeschaut, nachdem Christoph Krah (Deutschlandvertrieb Beal) uns dieses Modell auf der diesjährigen ISPO ans Herz legte. Sofortiges Unterscheidungsmerkmal zum Vorgängermodell ist die Position des Reißverschlusses, der sich beim Combi Cliff am Rückensystem befindet. Das ermöglicht das Ablegen und Benutzen des Rucksacks auch auf schmutzigem und feuchten Untergrund, ohne dass dieser später am Rücken des Trägers hängen bleibt. Das Rückenteil ist mit 3D-Gewebe ausgestattet, das sowohl polstert als auch für eine optimale Belüftung sorgt. Ergonomische, verstellbare Schulterträger bieten bei moderatem Gewicht (bis ca. 5kg) optimale Performance. Überschüssige Bandlänge hängt dabei nicht etwa nach unten, sondern wird durch ein festes Abschlussstück clever mittig kaschiert. Das empfanden wir als sehr angenehm. Der Reißverschluss selbst verläuft zweiwegig über die ganze Längsseite des Rucksacks, sodass dieser nahezu komplett geöffnet werden kann. So findet sich auch schnell die Taperolle, die sich gewöhnlich ganz unten versteckt, sofort.

Produktbild Combi CliffDas Innere des Rucksacks ist mit 100% Polyester ausgelegt. Als kletterspezifische Details beinhaltet der Combi Cliff zwei Netztaschen für Schuhe, zwei Materialschlaufen für Karabiner und Expressen sowie ein kleines Reißverschlussfach für Wertgegenstände, Lippen- und Handpflege. Zudem liefert Beal eine 1,40m x 1,00m große Seilplane mit, an deren Ecken sich jeweils Schlaufen zur Befestigung des Seilendes befinden. Die Plane erwies sich insbesondere am Fels als äußerst praktisch. Auf der 1,4qm großen Fläche können sämtliche Ausrüstungsgegenstände vor Schmutz und Geröll geschützt werden. Anschließend auf 35cm x 25cm zusammengefaltet passt die Plane wieder problemlos in den Rucksack. Ein nasses, schmutziges Seil kann zudem damit verpackt werden, sodass die restlichen Utensilien sauber bleiben. Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite befinden sich Griffe, an denen der Rucksack als Tasche getragen werden kann. Zwei tiefe Mesh-Außentaschen bieten Platz für das Verstauen von 1-Liter (!) Trinkflaschen, Brotdosen und weiteren Ausrüstungsgegenständen. Feuchter Untergrund ist kein Problem, Regenschauer verträgt der Combi Cliff demgegenüber nicht gut. Das 3D-Gewebe saugt sich umgehend voll, sodass das anschließende Tragen als Rucksack unangenehm ist. Vor allem über den Reißverschluss dringt Wasser relativ schnell ins Innere ein.

Der Combi Cliff ist Kletterrucksack und Seiltasche in Einem und verstaut eine Vielzahl von Ausrüstungsgegenständen. Dabei überzeugt er mit durchdachten kletterspezifischen Details, wenngleich er insgesamt relativ minimalistisch aufgebaut ist. Mehr braucht es aber auch für die Halle bzw. einen sonnigen Kletternachmittag nicht. Wir lieben ihn.

Trekking- und Berghose HAJAR von Trangoworld

Beitragsbild Hajar

Das spanische Unternehmen Trangoworld produziert hochwertige Outdoorbekleidung, Accessoires und Ausrüstung. Vor allem für das vielfältige Angebot an Isomatten ist das in Zaragoza ansässige Unternehmen weltweit bekannt.

Auf der Suche nach einer robusten, aber dennoch elastischen Hose für den Bergsport, sind wir auf das Modell Hajar gestoßen. Angelehnt an die Gebirgskette „Al Hajar“ im Oman, wo Felsen teils 1000m steil in die Tiefe fallen, soll es sich laut Hersteller um eine robuste, atmungsaktive und wasserabweisende Pant handeln. Sie besteht aus 49% Polyamid, 41% Polyester, 7% Elastan sowie 1% Baumwolle. Trangoworld nennt dieses selbst entwickelte Material, das aus bi-elastischen Fasern besteht, „FREE MOVE“. Es ist strapazierfähig und bietet bei sportlichen Aktivitäten optimale Bewegungsfreiheit. Einziges Manko: die Hose raschelt ordentlich beim Laufen.

Produktbild HajarVorgeformte und verstärkte Knie verbessern die Passform und erhöhen die Haltbarkeit an den besonders beanspruchten Partien. Mit 519g (Größe M) ist sie zudem für eine technische Berghose verhältnismäßig leicht. Die Hose ist gerade geschnitten und besitzt eine eher schmale Passform. Ausgestattet ist sie mit einem schmalen, robusten Gürtel, der per Kunststoffclip geschlossen wird. Das funktioniert zuverlässig und schnell und dient zudem der Passformoptimierung. Die Hose besitzt zwei Seitentaschen auf Hüfthohe sowie zwei weitere, ebenfalls per Reißverschluss zu schließende Taschen auf Höhe der Oberschenkel. Auch mit angelegtem Gurt drückt und zwickt nichts – die tief sitzenden Taschen können problemlos erreicht werden. Selbst Wanderkarten und Boulderführer im A6 Format finden Platz. An den Fußbündchen befinden sich Gummizüge und Kunststoffzipper zur Regulierung. Vor allem für diejenigen, die gerne sehen, wo sie hintreten (vor allem Kletterer), ein wertvolles Gimmick.

Damit sind die Features nicht nur vorhanden, sie sind auch praxisgerecht. Die Hose bietet genügend Stauraum und zudem die Möglichkeit, kalt gewordenen Hände aufzuwärmen. Das Innenmaterial der Hose ist leicht angeraut. Ein weiteres Kriterium in unserem Praxistest war der Wetterschutz. Ein plötzlicher Wetterumschwung mit Wind und Regen ereignet sich nicht nur in den Hochgebirgen. Daher prüften wir auch die Winddurchlässigkeit und die Schutzwirkung vor Nieselregel. Schwach-mäßiger Wind bereitet der Hose keine Probleme. Auch in luftiger Höhe hält sie zuverlässig die Böen ab. Kurzen Regenschauern hält sie stand; einzige Schwachstelle sind die Reißverschlüsse, die dem Wasser doch recht schnell einen Weg eröffnen. Ansonsten isoliert das Stretch-Material recht gut, bietet aber auch noch an kühleren Übergangstagen ein gutes Trageklima. Insgesamt macht die Verarbeitung der Hose einen guten Eindruck. Die Nähte sind sauber vernäht, die angebrachten Reißverschlüsse funktionieren einwandfrei. Die Verstärkungen sorgen für Abriebfestigkeit, sodass die Hose getrost an den nächsten Sandsteinblock mitgenommen werden kann. Sie kann bei 30°C in der Waschmaschine gereinigt werden und trocknet über Nacht. Damit ist sie auch für Mehrtagestouren interessant. Ein Kanten- / Steigeisenschutz an der Beininnenseite ist für die meisten Routen entbehrlich, wäre aber noch ganz nett gewesen.

Die Hajar eignet sich für Wanderrouten und Klettertouren gleichermaßen. Sie vereint hochwertige Materialien mit ausgeklügelten Details. Mit gerade einmal 519g ist sie zudem ein echtes Leichtgewicht.

BUFF-Tücher mit Insect-Shield und UV-Protection

Beitragsbild Buff UV+Insect

Mit Beginn der Sommersaison 2014 brachte Buff die neuen Insect-Shield und UV-Protection Tücher auf den Markt. Wir haben sie erstmals auf der diesjährigen ISPO in München entdeckt und waren begeistert.

Neben den vielen bekannten Eigenschaften der wandelbaren Schlauchtücher (dünn, elastisch, bequem, schnelltrocknend, multifunktional) absorbieren diese nun auch 95% der UV-Strahlung. Ob eine Abkühlung am Baggersee, am Strand oder während einer Wanderung in der Höhensonne – eine Kopfbedeckung mit UV-Schutz schützt vor Sonnenbrand und Hitzekollaps. Buff Tücher können hierfür wahlweise als Cap, Pirate, Sahariane oder Headband getragen werden.

Produktbild Buff UV+InsectEbenfalls neu ist der ins Textil eingearbeitete Insektenschutz. Hierfür wurde das Tuch mit einer minimalen Menge (5,2g/kg) des Insektizids Permethrin behandelt. Es ist unsichtbar und völlig geruchlos. Die Bundeswehr imprägniert mit Permethrin die Uniformen ihrer Soldaten im Auslandseinsatz. Das antiparasitäre Mittel bietet Schutz gegen Moskitos, Zecken, Flöhe, Ameisen, Fliegen, Mücken und Sandflöhe. Vor allem für schwülwarme Abendstunden, Camping-Urlaub oder Trekkingtouren in der Nähe von stehenden Gewässern zahlt sich dieses spezielle Produkt aus. 100% Schutz vor Insektenstichen bietet das Tuch – wie auch jedes andere Textil – nicht, in Kombination mit einem Hautspray oder einer -creme lassen sich Stiche jedoch auf ein Minimum verringern. Der Hersteller begrenzt den Insektenschutz auf 70 Waschvorgänge. Bezüglich des UV-Schutzes ist ebenfalls eine abgeminderte Wirkung bei alten, ausgedehnten oder nassen Textilien zu beachten.

Aufgrund des geringen Gewichts, des kleines Packmaßes und der unzähligen Motiven haben sich die multifunktionalen Tücher der spanischen Firma Buff seit einigen Jahren im Outdoor-Bereich etabliert. Die integrierte Insektenabwehr sowie der hohe UV-Schutz komplementieren das Anforderungsprofil eines outdoorgeeigneten Ausrüstungsgegenstands.

Dikila Zip Tee – Fleecepulli und Funktionsshirt in Einem

Beitragsbild Dikila_Zip_tee

Gerade beim Backpacking zählt jedes Gramm. Sorgfältig sollte man die wenigen Oberteile bestimmen, die in den nächsten Tagen bzw. Wochen tägliche Begleiter sind. Für eine große Produktpalette bietet der Touren-Rucksack keinen Platz. Ein Fleecepulli und ein Funktionsshirt sollten auf keinen Fall fehlen. Das Dikila Zip Tee von Sherpa Adventure Gear vereint diese beiden „must-haves“ und spart so wertvolles Gewicht.

Das Oberteil ist mit einem ¼ Zip ausgestattet und besteht aus atmungsaktivem, feuchtigkeitsregulierendem Dry-Zone-Material (82% Nylon, 18% Polyester). Erhältlich ist es in den Farbvarianten blau, grau, pink und grün.

Produktbild Dikila_Zip_TeeUnser Testmuster in der Farbvariante grau erwies sich als besonders schmutzunempfindlich, was allerdings auch an der leichten Waffelstruktur des Außenmaterials liegt. Als weiteren Vorteil stellte sich die schnelltrocknende Eigenschaft des Materials heraus. So konnte das Oberteil tagsüber getragen, abends ausgewaschen und nachts getrocknet werden. Bereits am nächsten Morgen war es wieder voll einsatzbereit. Flache Nähte sorgen für guten Tragekomfort. Auf Höhe der Rucksackträger befindet sich keine Naht – es drückt und zwickt nichts. Innen ist das Oberteil durchgängig glatt, sodass man schnell reinschlüpfen kann. Die Ärmelbündchen sind mit elastischem Material eingefasst und auf Höhe des linken Oberarms befindet sich eine laminierte Tasche, die per Reißverschluss geschlossen wird. Viel passt allerdings nicht hinein. Etwas Münzgeld, ein Geldschein, ein Schlüssel.

Es ist nicht viel dicker als ein Langarmshirt, punktet aber mit einer erstaunlichen Wärmeleistung. Mit 324g (Größe M) ist es zudem ein echter Grammjäger. Mit Lichtschutzfaktor 50+ ausgestattet, ist es auch für Touren in der Höhensonne ausgelegt. Der ¼ Zip sorgt bei Bedarf für zusätzliche Ventilation. Für die bessere Bedienung ist eine Zipverlängerung mit Kunststoffstopper angebracht.

Der Hersteller empfiehlt Kaltwäsche, trocknergeeignet ist das Oberteil nicht. Nach einigen Touren und mehrfachen Waschgängen (Testzeitraum drei Monate) sind Abnutzungsspuren vorhanden. Das Obermaterial pillt leicht auf, was jedoch nur ästhetische Auswirkungen hat. Der extrem schnelle Feuchtigkeitstransport funktioniert weiterhin.

Das Dikila Zip Tee ist ein funktionales 4-Season-Produkt. Je nach Temperatur kann es als Baselayer oder 2nd Layer getragen werden. Der Einsatzbereich ist riesig. Von Trekkingtouren, bei denen jedes Gramm zählt, Bouldern im Frühjahr, sommerlich kühle Abendstunden vorm Lagerfeuer, an stürmischen Herbsttagen als Unterzieher oder während anspruchsvollen Wanderungen durch alpines Gelände. Ein echter Allrounder!