August 2015 archive

Frode Jacket von Klättermusen – technische Softshelljacke mit Nachhaltigkeitsaspekt

Beitragsbild Klättermusen

Nachdem wir das sympathische, schwedische Unternehmen Klättermusen mit Sitz in Åre auf der ISPO in diesem Jahr persönlich kennengelernt haben, entschieden wir uns für die Vorstellung der leichten, technisch geschnittenen Frode Jacket, die sich perfekt zum Klettern, für Bergtouren und sonstige bewegungsintensive Outdooraktivitäten eignet. Die Jacke ist als Damen- und Herrenmodell, jeweils in den Farbvarianten Blue Sapphire, Burnt Russet, Molten Lava, Citronelle oder Black, erhältlich.

Produktbild Frode JacketUnifarben, gradliniges Design mit asymmetrischem Reißverschluss und asymmetrisch geschnittenen Ärmeln als Gegenpol. Die Frode Jacket ist zeitlos und kommt ohne unnötigen Schnörkel aus. Die Softshelljacke aus Windstretch (180g/m2) besticht neben ihrem klaren Design vor allem durch ihre Haptik. Das Materialgemisch aus 70% Polyamid, 20% Polyester und 10% Elastan bildet einen winddichten Wetterschutz bei gleichzeitig optimalem Luftaustausch. Wird es während der Aktivität doch einmal zu warm, schaffen die beiden Fronttaschen, die per Reißverschluss geschlossen werden, Abhilfe. In geöffnetem Zustand sorgen sie für zusätzliche Ventilation im Rumpfbereich. Werden sie nicht für den zusätzlichen Klimakomfort benötigt, dienen sie als Stauraum für allerlei Habseligkeiten. Aufgrund ihrer recht hohen Platzierung können sie problemlos bei angelegtem Hüftgurt bedient werden. Zusätzliche Verstärkungen an Unterarmen und Schulter sorgen für optimale Robustheit. Letztere bewähren sich vor allem, wenn der Rucksack etwas schwerer ist.

Eine leichte Waffelstruktur innen bietet optimalen Tragekomfort, indem die Jacke nur punktuell aufliegt. Diese Konstruktion gewährleistet schnellen Feuchtigkeitstransport und sorgt für hervorragende Dampfdurchlässigkeit. Die Kragenpartie sowie das untere Saumende sind genau wie die sich dem asymmetrischen zwei-Wege-Reißverschluss anschließende Zippergarage, mit Microfaser-Futter ausgestattet. Scheuerstellen sind damit ausgeschlossen. Herausragend ist die bestens regulierbare Kapuze. Mittels Gummibändern und Stoppern lässt sie sich an die individuelle Kopfform anpassen, wobei die steife, hervorstehende Krempe für ein optimales Sichtfeld sorgt. Gummibänder und Stopper kommen auch an den Ärmelbündchen zum Einsatz und schützen dort vor eindringendem Nass. Das funktioniert prima. Die Bedienung der Stopper ist zudem auch mit Handschuhen möglich. Anders als der Gros der Softshelljacken besitzt die Frode Jacket einen verlängerten Rücken. Dieses clevere Ausstattungsmerkmal sorgt auch bei Bewegung für optimalen Schutz und verhindert eine Rückenverspannung. Das charakteristische Klättermusen Symbol, das spitze Dreieck, ist als Reflektor ausgestaltet und befindet sich auf der Vorderseite.

Die Frode Jacket ist eine 3-Season-Jacke, die vor allem dann punktet, wenn es etwas bewegungsintensiver wird. Dank der elastischen Materialien bietet sie genügend Bewegungsfreiheit und überzeugt beim Klettern den Vorsteiger ebenso wie den Sicherer. Felskontakt ist für die Frode Jacket kein Problem. Wie für Softshelljacken üblich, bereitet Nieselregen kein Problem, richtigen Kälte- und Nässeschutz bietet die Frode Jacket jedoch nicht. Die anpassbare Kapuze ist zwar nicht helmtauglich, schützt aber perfekt vor Wind und verrutscht keinen Zentimeter. Ob Klettersteig, mehrtägige Wandertour, Powdern auf sonnigen Gipfeln im Frühjahr oder immer dann, wenn die Sonne durch ein kühles Lüftchen entkräftet wird. Mit 520g (Größe M), besitzt sie zudem ein akzeptables Gewicht und lässt sich auch mal schnell in den Rucksack stopfen.

Klättermusen setzt seither auf qualitativ hochwertige Materialien und eine hohe Verarbeitungsqualität, was zu einer langen (teilweise jahrzehntelangen) Haltbarkeit führt. Außerdem werden alle Produkte ohne die umweltschädlichen Fluorcarbone produziert. Stattdessen setzt das schwedische Unternehmen auf eine Alternativ-Imprägnierung, die für die besondere, oben erwähnte Haptik sorgt. Hat das Produkt ausgedient, gibt es bei Rückgabe an den Hersteller einen Pfandwert, welcher speziell bei der Frode Jacket 10.- € beträgt. Das unternehmensinterne Pfandsystem (rECOver) dient folglich weniger der Kaufpreiserstattung als der Sicherstellung der umweltgerechten Entsorgung. Im Jahr 2010 gewann Klättermusen zudem für die Frode Jacket den Scandinavian Outdoor Substainability Award (SOA), eine Auszeichnung für das nachhaltigste und umweltfreundlichste Produkt.

Keiner unserer bisher getesteten Funktionsjacken gelingt der Spagat zwischen Funktionalität, Gewicht, Strapazierfähigkeit und Umweltverträglichkeit besser als der Frode Jacket von Klättermusen. Sie macht ihrem Namen – in Anlehnung an einen dänischen König – in der Tat alle Ehre und bietet dem/der Träger/in einen königlichen Tragekomfort.

ArmKühler von IdeniXx – Immer einen kühlen Arm bewahren

ArmKühler

Wer in diesem Sommer konsequent sein Sportprogramm durchziehen möchte, der wird an dem ein oder anderen Tag sicherlich arg ins Schwitzen kommen. Das ist bekanntermaßen auch nichts Schlechtes; läuft man jedoch heiß, dann wird jede Bewegung mühseliger und die Leistung fällt zwangsweise etwas ab. Genau an dieser Stelle setzt die Firma IdeniXx mit diversen Produkten zur Kühlung des Körpers an, sodass das Motto des Unternehmens auch „Immer einen kühlen Kopf (oder Körper) bewahren!“ lauten könnte.

Wir haben die sogenannten ArmKühler getestet, zwei einfache Elemente für die Unterarme. Das integrierte Cooline-Kühlsystem (3D-Cool-Technologie) verspricht dabei mehr Leistung und gleichzeitig mehr Gesundheit bei hohen Temperaturen, insbesondere verminderten Hitzestress sowie geringeren Energieverbrauch. Der Hersteller lehnt sich sogar recht weit aus dem Fenster, indem er eine Leistungssteigerung von bis zu 10% in Aussicht stellt.

Alle Produkte von IdeniXx funktionieren ganz einfach mit Wasser. Dazu tränkt man die ArmKühler unter Wasser (oder hält sie unter fließendes Wasser), drückt sie nachher minimal aus, tropft sie ab – und legt sie anschließend an. Wenn man dies die ersten Male probiert, tendiert man dazu, eher zu viel Wasser auszudrücken, was dazu führt, dass man beim Sport (im getesteten Fall: Laufen) nahezu keinen Kühleffekt verspürt. Hat man aber einmal das richtige Maß entdeckt (nicht mehr am Tropfen, jedoch nahezu komplett vollgesogen), dann wird man bereits nach wenigen Momenten etwas von der durchaus angenehmen Kühlung spüren. Dies ist gerade bei hohen Temperaturen eine tolle Möglichkeit, die Hitze etProduktbild ArmKuehlerwas besser zu ertragen. Als Freizeitsportler konnte ich allerdings keinen spürbaren Leistungsschub merken. Das ist jedoch rein subjektiv und es ist anzunehmen, dass sich das Gefühl bei großflächiger Kühlung (z.B. Kühlweste) oder in Kombination mit mehreren Kühlprodukten eher bemerkbar macht. Außerdem kommen die großen Vorteile auf die lange Distanz noch deutlicher zur Geltung als bei kleinen Läufen (ca. 10-20km). Nicht umsonst tragen u.a. Ironman-Starter wie Nils Frommhold die kühlende Unterstützung. Laut Hersteller soll die Kühlung bis zu 20 Stunden anhalten, weshalb die meisten Personen, mich eingeschlossen, die Grenzen der Kühlung niemals erleben dürften.

Beim Laufen selbst spürt man die ArmKühler fast nicht. Die aus Fleece und Mesh bestehende „Röhre“ lässt sich einfach über den Unterarm ziehen, wobei hier die Wahl der richtigen Größe, von denen es vier verschiedene gibt, genau wie bei Funktionskleidung generell sehr wichtig ist. Toll für das Laufen ist natürlich, dass den Armen so zwar immer noch keine tragende, aber eine (weitere) unterstützende Aufgabe zukommt. Aufgrund der Aufnahmefähigkeiten aller Produkte der Cooline-Serie ist das Thema Reinigung ein ganz wichtiges: Hier müssen viele Hinweise (bspw. Handwäsche, kein Funktionswaschmittel und auch kein Schleudergang) beachtet werden, damit die Funktionen entsprechend erhalten bleiben. Auch die drei Tage, welche die ArmKühler bis zur vollständigen Trocknung (möglichst an einer Wärmquelle) brauchen, sind nicht wenig.

Die Produktpalette von IdeniXx bietet neben den ArmKühler noch viele weitere Produkte, die den Kopf, den Oberkörper oder die Beine mit Kühlung versorgen können. Da hier teilweise eine noch viel größere Körperfläche im Kontakt mit den Kühlungssystem ist, ist davon auszugehen, dass der Effekt entsprechend stärker ausfallen wird. Alles in allem sind die ArmKühler bzw. generell Kühlprodukte aus dem Hause IdeniXx all jenen zu empfehlen, die auch bei hohen Temperaturen trainieren wollen, generell zum „heißlaufen“ tendieren oder sich tatsächlich auf hohem Niveau bewegen und ihre letzten Prozentpunkte herauskitzeln wollen.

Hip, robust und ein Multitalent im Bergsport – die Vintage Cargo Short (MI) von Ortovox

Ortovox Vintage Cargo Short

Die Short Vintage Cargo (MI) aus der aktuellen Sommerkollektion von Ortovox ist ein echter Verkaufsschlager. „Das Modell ist nahezu ausverkauft“, verriet uns Martina Schweiger aus dem Marketing bei unserem Gespräch auf der OutDoor.

Wir gehören zu den Glücklichen, die noch ein Exemplar ergattern konnten und haben das brandneue Modell ausführlich getestet. Die Short ist sowohl im Damen- als auch als Herrenmodell in den beiden Farben black steel und blue ocean erhältlich. Für Damen gibt es sie zusätzlich in very berry, während sie männerspezifisch in crazy orange auf dem Markt ist. Damit setzt Ortovox erneut auf farbliche Hingucker am Berg und zeigt, dass funktionale Outdoorbekleidung nicht konservativ sein muss.

Die Short besteht aus Cordura Wool, einem Materialmix aus 55% Merino Wolle und 45% Polyamid. Cordura verwendet der Merinospezialist bereits in seiner Rucksackpalette – denn die Faser ist für exzellente Abriebfestigkeit bekannt. Gepaart mit Eigenschaften von Merinowolle (atmungsaktiv, thermoregulierend, schnelltrocknend, antibakteriell) und der Imprägnierung Ecorepel entsteht eine robuste, schmutzunempfindliche Short, die gleichzeitig einen hervorragenden Tragekomfort bietet. Ausgestattet ist sie mit drei Einschubtaschen (zwei vorne, eine hinten), zwei großen Reißverschlusstaschen Ortovox Shortauf den Oberschenkeln sowie einer weiteren per Reißverschluss zu schließenden Tasche auf Gesäßhöhe. Ortovox bezeichnet sie als „Kartentasche“. Allerdings ist sie unseres Erachtens dafür etwas klein, zumal sie sich genau über die Gesäßpartie zieht und eine eingesteckte Karte nicht nur die Passform am Po verändert, sondern schlicht unbequem ist. Die Short verfügt über einen hochwertigen Druckknopf am Bund, mittels dessen sie geschlossen wird. Nichts scheuert, nichts drückt. Gürtelschlaufen bieten eine zusätzliche Regulierungsmöglichkeit. Für eine optimale Bewegungsfreiheit wurde zudem ein Stretcheinsatz im Schritt verarbeitet. Damit eignet sich diese funktionale, komfortable Short sowohl für den Trekkingbereich, im Alltag, aber auch für Outdooraktivitäten wie Klettersteige, Felsen und Boulderblöcke. Im Praxistest trotzte sie selbst rauem Sandstein. Design, Schnitt und außergewöhnliche Einsätze, wie der karierte Stoff am inneren Hosenbund und den Innentaschen, unterstreichen den frischen Auftritt. Die Hose lässt sich perfekt mit Kleidungsstücken der aktuellen und vergangenen Ortovox Kollektion kombinieren, sodass ihr garantiert ein passendes stylisches Oberteil dazu findet werdet. Empfehlen können wir die pfiffige Funktionsbluse aus der R’N’W‘ Kollektion, die wir bereits im letzten Jahr getestet haben.

Lässig – robust – stylisch. Die Vintage Cargo Short (MI) von Ortovox verbindet Funktion und Design und glänzt mit einem tollen Tragegefühl. Ob Wochenend-Trip an den Bodensee, mehrtägige Wandertour durch der Eifel oder Klettern im Pitztal, die Vintage Cargo Short (MI) ist der perfekte Begleiter und nebenbei ein echter Hingucker.

Equinox Tee von Mountain Equipment – ein alltagstaugliches Funktionsshirt mit besonderer Note

Beitragsbild Equinox

Funktionsbekleidung im Alltag? Nur in der Sportbranche! Die meisten Funktionsbekleidungsstücke fallen sofort als solche ins Auge, weshalb weniger tolerante Arbeitgeber auch bei anhaltenden hochsommerlichen Temperaturen stur bleiben. Schnitt, Material und Machart des Equinox T-Shirts vom britischen Outdoorspezialisten Mountain Equipment lassen jedoch nicht erkennen, dass es sich um ein funktionales, hoch atmungsaktives Oberteil handelt.

Das Women’s Equinox Tee ist in den Farben Hibiscus (rot), Horizon (flieder) und Meltwater (blau/grün) erhältlich. Es besteht aus 84% Polyester, 11% Lyocell und 5% Elastan und wurde mit einem geruchshemmenden Polygiene-Finish ausgestattet. Der Materialmix trägt sich angenehm und punktet mit einem optimalen Feuchtigkeitstransport. Der schmale Schnitt, der nach unten hin etwas weiter wird, sowie der formschöne Rundhals-Ausschnitt verleihen dem Shirt eine klassische Fasson. Eine besondere Note verleiht der kleine Abnäher unterhalb des Ausschnitts. Kombiniert mit einem Tuch, Schmuck oder sonstigen Accessoires ist das T-Shirt absolut alltagstauglich.

Produktbild EquinoxNatürlich eignet sich das Equinox T-Shirt, das im Übrigen auch ärmellos als Top erhältlich ist, ebenso für jegliche (Outdoorsport)aktivitäten. Der Elastananteil sorgt für genügend Bewegungsfreiheit, durch den femininen Schnitt setzt es sich vom biederen Image der Wandbekleidung ab. Die drei angebotenen Farbvarianten passen ebenso zu den Bekleidungsstücken der vergangenen und kommenden Winterkollektion von Mountain Equipment, sodass das Equinox T-Shirt sehr gut auch mit einem Teil der 2nd Layer, beispielsweise dem Eclipse Zip Tee, kombiniert werden kann. Aufgrund der geruchshemmenden Polygiene-Technologie ist tägliches Waschen nicht nötig. Das Shirt wird nach dem Tragen durchgelüftet, sodass es am Folgetag wieder einsatzbereit ist. Das spart Zeit und Ressourcen. Ist es während oder nach einer Tour wirklich schmutzig, wird es ausgewaschen und innerhalb weniger Stunden an der Luft getrocknet. Maschinenwäsche bis 40°C ist ebenfalls möglich. Zu keinem Zeitpunkt hatten wir ein klebriges Tragegefühl. In Aktion wird die Feuchtigkeit von der Haut wegtransportiert, in Ruhephasen oder nach der Aktivität trocknet das Shirt in Windeseile. Außerdem besitzt es laut Hersteller einen UV-Schutz von 50+, gerade in der Höhensonne ein nicht zu vernachlässigender Aspekt.

Das luftig-leichte Equinox T-Shirt bezaubert seine Trägerin neben optimalen Trageeigenschaften, exzellentem Feuchtigkeitsmanagement und effektiver Geruchskontrolle auch aufgrund seines salonfähigen Designs. Ein Shirt mit Potenzial zum Lieblingskleidungsstück.

BootBananas gegen Schuhmief und „Stinke-Füße“

BootBananas

Die Kletterfraktion kann ein Lied davon singen. Da Kletterschuhe meist barfuß getragen werden, nicht gerade atmungsaktiv sind und man(n)/frau während dem Kraxeln ordentlich ins Schwitzen kommt, entstehen schnell miefende Käsemauken. Schuld daran sind Bakterien, die sich im feucht-warmen Schuhmilieu so wohl fühlen, dass sie sich tüchtig vermehren. Tipps und Tricks zur Pflege von Kletterschuhen, auch im Kampf gegen die Bakterien, werden in Kletterforen regelmäßig diskutiert. Von Schuh-Deo, Desinfektionsspray, über Backpulver oder bis hin zu Kaffeepads – nichts blieb unangetastet.

Umso erwartungsvoller unser Versuch mit den neuartigen BootBananas des gleichnamigen britischen Unternehmens. Vakuum verpackt und ordentlich in Lavendel gepudert ist der Duft nach Öffnen der Verpackung anfangs ziemlich ausgeprägt. Mich persönlich stört es nicht, zumal sich das nach wenigen Tagen legt. In der Banane befinden sich nicht etwa Wasser, Kohlenhydrate und Eiweiß, sondern Bambuskohle und Backpulver zur Feuchtigkeitsaufnahme und Feuchtigkeitsbindung sowie Zeolithe zur Speicherung von Feuchtigkeit und anderen Substanzen. Hinzu kommen Teebaumöl und Patschulikraut mit desinfizierender Wirkung, antibakterielles Zitronenöl sowie frischer Lavendel, dem eine entspannende Wirkung nachgesagt wird. Verpackt ist der Duftcocktail in zwei bananenförmigen Baumwolltaschen, wobei jede in einen Schuh gelegt wird. Ein Gummiband mit Karabiner hält die Bananen zusammen und kann bei leichten Schuhen als Aufhänger genutzt werden.

Der Hersteller gibt eine Gebrauchsdauer von rund sechs Monaten an. Diese konnte unser Testprodukt nicht ganz erreichen. Nach ungefähr vier Monaten wurden die BootBananas geruchlos – ein Austausch war nötig, gerade wenn man die Wirkungsweise mit jener bei Packungsanbruch vergleicht. Ergänzend muss erwähnt werden, dass das Testmuster fester Begleiter der Kletterschuhe war und nur für Trainingseinheiten herausgenommen wurde. Etwas schade ist die Tatsache, dass BootBananas nicht wieder befüllbar sind. Auf Nachfrage beim Hersteller bzgl. der Recyclingfähigkeit wurde uns mitgeteilt, dass sich die Salze und sonstige Mineralien auf der Mülldeponie innerhalb weniger Monate auflösen. Übrig bliebe die dünne, gelbe Baumwollhülle, die biologisch abbaubar ist. Nicht biologisch abbaubar bleibt die Verpackung, eine Kunststofftasche. Auch wenn „mehr“ übrig bleibt als erhofft, kann man im Vergleich zu Schuhdeos, welche oftmals sogar noch mit Treibgas gefüllt sind, immer noch einen geringeren Rohstoffverbrauch (Herstellung + spätere Entsorgung) feststellen. Den schmucken Karabiner zum Aufhängen wird wohl jeder Konsument entfernen und als Materialkarabiner für anderweitige Zwecke nutzen.

Die BootsBananas sind eine echte Geheimwaffe – nicht nur für Kletterschuhe. Auch in Wander- und Trekkingschuhen (wobei dort in der Regel die Geruchsbildung nicht allzu ausgeprägt ist) und vor allem in Five Fingers, die regelmäßig barfuß getragen werden, erweisen sich die BootBananas als geruchsbekämpfende Bereicherung.

Nachlese OutDoor 2015

Foto: OutDoor Friedrichshafen

Die 22. Auflage der internationalen Leitmesse rund um den Outdoorsport wurde in diesem Jahr von 21.464 (2014: 21.912) Fachbesuchern angesteuert. 940 Aussteller aus 41 Ländern präsentierten Neuheiten und Weiterentwicklungen und nutzen die vier hochsommerlichen Messetage für intensiven Kunden- und Pressekontakt.

Unser Team von OUTDOORJOKER war mit vier Redakteuren von Mittwoch bis Freitag vor Ort. Dank modernster Technik – Fitnesstracker haben selbstverständlich auch unsere Redaktion erreicht – können wir die zurückgelegte Strecke durch die 12 Messehallen nahezu exakt bestimmen. Rund 42km pro Person in drei Tagen! Auch ein Weg, eine Marathondistanz zu bewältigen.

Wir hatten in diesem Jahr etliche persönliche Treffen vereinbart, sodass neben der terminlichen Koordination im Voraus auch Konzentration und Durchhaltevermögen über Tag gefragt war.

Beim schwedischen Outdoor-Spezialisten Lundhags präsentierte uns Marketing Director Anders Blomster zahlreiche Neuheiten. Darunter Hemden, Blusen und Langarmshirts aus feinster Merinowolle, die neuen Farben der kommenden Kollektion sowie urbane Freizeitrucksäcke für Kinder und Erwachsene. Weiter ging es zu Selk’Bag, der Hersteller des Schlafsacks mit Armen und Beinen, über dessen Produkt „Lite“ wir bereits im Frühjahr berichtet haben. Brandaktuell wartete die Weltpremiere des „5G“ auf uns, eine Mischung aus dem technischen Modell „Patagon“ und dem „Lite“.

Beim Prager Rucksack-Profi MHM (Mile High Mountaineering) zeigte uns Michael Reiner bei leckerem tschechischem Bier u.a. das neue Modell Salute 34, ein praktischer Kletterrucksack mit charakteristischem „S-Reißverschluss“. Der aus reißfestem Cordura bestehende Backpack besitzt zudem Hüftgurte und eine äußerer Befestigungsmöglichkeit für ein Seil. Eva und Olli besuchten derweil Sami Pfahler von Tespack und ließen sich ausführlich in die Welt der Solar-Rucksäcke einweisen. Das Unternehmen aus Finnland bietet unterschiedliche Rucksäcke an, die alle mit Solarpanels ausgestattet sind. Im Sinne von „Collect – Store – Charge“ (Sonnenstrahlen „sammeln“, in der Tesbank speichern, Akku laden) kann so unterwegs auch ohne Steckdose das Smartphone, Tablet oder sogar Laptop mit Strom versorgt werden.

Interessant und herzlich war das Gespräch mit Silvia Brillhardt, der Marketing Chefin von Mammut. Die sympathische Schweizerin zeigte uns allerhand Neuheiten, darunter Kletterhosen aus Jeansstoff, neue Kletterhelme- und gurte sowie neue Seilmodelle. Außerdem stellte sie uns das neue „Project360“ vor, die exklusive Möglichkeit per Mausklick ganz oben dabei zu sein. Erstmals wirkt mit Mammut Pro Team Athletin Caro North nun auch eine Frau mit. Wir werden euch dazu in den kommenden Wochen mehr berichten. Speziell im Bereich der Kletterschuhe und Kletterbekleidung haben wir uns intensiv bei Boreal, Red Chili, La Sportiva und Tenaya umgeschaut. Alle Hersteller bringen wie gewohnt zur kommenden Sommersaison neue Schuhmodelle und Bekleidung auf den Markt. Auch hier werden wir euch Anfang nächsten Jahres einige Teile ausführlich vorstellen.

Richtig klasse waren die Jungs und Mädels von Bleed. Nach einer kurzen Vorstellung der neuen Kollektion, lag unser Fokus vor allem auf „BleedUp“/Upcycling-Produkten, bei denen aus alten Stoffen neue Klamotten (in diesem Fall vor allem Jacken) hergestellt werden. In diesem Zusammenhang haben sie uns auch nochmal auf ihr nachhaltiges Konzept, die Vorteile für die Energiebilanz etc. aufmerksam gemacht. Wir testeten bereits Anfang des Jahres den Thermal Parka und schätzten an ihm vor allem die perfekte Symbiose aus Funktionalität, Lifestyle und Umweltschutz.

Zum kommenden Frühjahr bringt der deutsche Bergsportspezialist Edelrid das erste Seil aus Restgarnen auf den Markt. Statt zu Spleißen, also gerissene Fäden wieder zusammenzukleben, tauscht Edelrid die betroffenen Klöppel aus und verarbeitet sie beim Kletterseil „Parrot“. Aufgrund der Farbenvielfalt und des Unikat-Charakters passt der Name in Anlehnung an den farbenfrohen Quasselkopf perfekt. Raimund Cremers von Aquapac nahm sich ebenfalls besonders viel Zeit und zeigte uns das komplette Sortiment der wasserdichten Produkte. Neben der Upano Reisetasche, die wir derzeit testen, konnten vor allem die wasserdichten Rucksäcke bei unserer Redakteurin Eva punkten. Und auch der neue Stormproof Messenger Bag macht nicht nur bei Outdoorsport Aktivitäten eine gute Figur. Wenn schon bald die Tage kürzer werden und Herbst und Winter vor der Tür stehen, bieten beide Produkte optimalen Schutz gegen Nässe – sodass der Radweg zur Arbeit für Laptop und Co kein Himmelfahrtskommando wird.

Ein persönliches Messehighlight war sicherlich die Pressekonferenz des Laufschuhspezialisten Hoka One One. Im Mittelpunkt stand der neue Wander- und Backpackingschuh Tor Ultra High WP, den Firmengründer Jean-Luc Diard eindrucksvoll präsentierte. Die maximal gedämpfte Sohle soll gerade bei Knieproblemen während des Abstiegs Wunder wirken. Außerdem ist die Sohle so flexibel, dass sie sich dem Untergrund anpasst. Das Mehr an Berührungspunkten sorgt für sicheren Stand, auch auf unwegsamem Gelände. Eine voll durchgeplante Veranstaltung, die dennoch Zeit für persönliche Gespräche mit den Verantwortlichen bot. Unser besonderer Dank an geht an Jean-Luc Diard für das gute Gespräch, Reiner Bommas für die optimale Organisation und Gilly für die Beratung.

Am letzten Tag besuchten wir u.a. die Stände von Millet, Polartec, Klean Kanteen, Ternua und Source, ehe es abends auf die legendäre OutDoor Party ging. Mit genialer Livemusik von „Midnight Spezial“, durchwachsenem Wetter mit diversen Gewitterfronten, aber dafür mit vielen sympathischen Partypeople lauschten wir dem Abend entgegen.

In unserer Nachlese können wir leider nur einen Bruchteil des Gesehenen und Erlebten aufnehmen. In den nächsten Wochen werden wir euch einige Messebekanntschaften und Produkte näher vorstellen. Ihr dürft gespannt sein!

Logo / Foto: OutDoor Friedrichshafen