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Minimalistisches Design und tolle Funktionalität: Der Women’s Cobra Hoody von Mountain Equipment

Beitragsbild Cobra Hoodie

Neben einem umfangreichen Daunensortiment und hochwertiger Expeditionsausrüstung visiert der britische Bergsportspezialist in den letzten Jahren auch immer mehr den Freizeit- und Hobbybereich – Klettern und Bouldern im Mittelgebirge – an.

Produktbild Cobra HoodyIn der aktuellen Sommerkollektion bringt Mountain Equipment den Women’s Cobra Hoody auf den Markt, einen schlicht gehaltenen Kapuzenpullover aus hochwertigem DRI-release. Erhältlich ist er in den Farbvarianten Byzantium (dunkelviolett), Celestial Blue, Lichen (ocker) und Welsh Slate (anthrazit). Er besteht zu 88% aus Polyester und 12% Tencel. Der hohe Polyesteranteil garantiert Bewegungsfreiheit und sorgt für die nötige Robustheit am Fels. Bei Tencel handelt es sich um eine Naturfaser (Cellulose), welche aufgrund ihrer Faserkonstruktion für einen optimalen Feuchtigkeitstransport sorgt. Flache Nähte erhöhen den Tragekomfort.

Wir durften den 2nd Layer ausführlich testen und waren begeistert von Design und Funktionalität. Einzige Farbakzente beim sonst unifarbenen Hoody bieten die eingefasste Kapuze sowie die obere Kante der rechten Seitentasche. Die Nähte sind dezent in einem Farbton dunkler abgesetzt. Einen optischen Eyecatcher bietet die Kapuzenkonstruktion, die sich auf Kragenhöhe kreuzt.

Während als Außenmaterial robustes Polyester zur Anwendung kommt, besteht die Innenseite, welche auf der Haut aufliegt, aus Tencel. Das macht Sinn, denn die Cellulose-Faser kann bis zu 50% mehr Feuchtigkeit aufnehmen als Baumwolle oder Polyester (Elektromikroskopische Untersuchungen: M. Abu Rous et al., AUTEX Textile World Conference, Slovenien, 2005). Außerdem hat die Naturfaser eine kühlende Wirkung, während die zusätzliche Polygiene Beschichtung für Geruchskontrolle sorgt. Dadurch muss er nicht sofort gereinigt werden. Nächtliches Auslüften reicht in den meisten Fällen aus. Ist der Hoody dann doch mal verschmutzt, kann er bei 40°C in der Waschmaschine gereinigt werden.

Der Hoody ist körperbetont geschnitten ohne dabei einzuengen. Haptik und Tragekomfort sind exzellent, die Verarbeitung, wie von Mountain Equipment gewohnt, makellos. Dass das minimalistische Design gewollt und nicht etwa vernachlässigt wurde, wird spätestens am floralen Innenaufdruck am Saum deutlich. Feminin und kunstvoll rundet er dieses tolle Bekleidungsstück mit viel Liebe zum Detail ab. Laut Hersteller ist der Women’s Cobra Hoody mit einem LSF 50 ausgestattet, sodass er sich auch für Aufenthalte in der Höhesonne eignet.

Doppelte Bündchen an den Armen sowie am Saum strahlen neben dem optischen Aspekt vor allem Behaglichkeit aus. Man möchte den Women’s Cobra Hoody gar nicht mehr ausziehen. In Größe 10 bringt der Hoody gerade einmal 297g auf die Waage.

Daumenschlaufen wären praktisch gewesen, zumal der Hoody derart robust konzipiert wurde, dass man ihn problemlos bei frischen Morgenstunden am Naturfels tragen kann. Das ist aber sicherlich Geschmacksache. Der Einsatzbereich ist in jedem Fall vielfältig. Als Aufwärmpulli für die Halle, für schattige Plätze am Fels, abends auf der Hütte, beim Camping am Lagerfeuer oder als Lifestylepulli.

Vibram’s Five Fingers feiern 10-jähriges Jubiläum!

Beitragsbild Five Fingers Classic

Kaum zu glauben – der Zehenschuh, der bei Markteintritt Blicke und Häme auf sich zog, wird 10 Jahre alt. Er gilt als Vorreiter der Barfußschuhe und gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit.

Produktbild Five Fingers ClassicDas allererste Modell, der Five Fingers Classic, erinnerte an einen Ballerina und wurde rundum aus einem Nylon-Stretch-Material gefertigt. Unifarben schwarz, ohne viel Schnickschnack jeweils in der Damen- und Herrenausführung erhältlich. Die weiche 3,5mm Kautschuk-Sohle aus eigenem Hause bot Flexibilität und Rutschfestigkeit gleichermaßen und sorgte erstmals für das ultimative Gefühl des Barfußlaufens.

Bei dem Launch im Jahr 2004 präsentierte Vibram den Schuh als „… a true „second skin,“ revolutionizing the concept of walking „barefoot.“ – ein Leitgedanke, der auch heute noch bei jedem Five Fingers Modell unabdingbar ist. Trotz klagefreudiger US-Amerikaner hielt sich die ungewöhnliche Produktpalette und vergrößerte sich kontinuierlich. Five Fingers werden gerne von ambitionierten Straßen- und Trailrunningläufern getragen und gewinnen zunehmend Zuspruch auch im Lifestylebereich.

Speziell im Jubiläumsjahr wird das sonst nicht mehr erhältliche Classic Modell als limitierte Auflage angeboten. Übrigens: als eine der ersten Zehenschuh-Trägerinnen in Deutschland haben meine Five Fingers Classic nun 10 Jahre auf dem Buckel – befinden sich immer noch in einem passablen Zustand. Meine Lieblingssocke darin: die Knitido Zero Füßlinge mit rutschfester Silikonbeschichtung an der Ferse.

TREK ASCENT INSULATED von FiveFingers – gefütterte Zehenschuhe für richtig kalte Tage

Beitragsbild FiveFingers Trek Ascent Insulated

Dass die Produktpalette von FiveFingers nicht ausschließlich Sportschuhe beinhaltet, haben wir bereits in unserem Bericht über den CVT Wool herausgestellt. Damals kritisierten wir bei dem ersten klassischen Freizeitmodell den mangelnden Nässeschutz.

Ein weiteres Herbst-/Wintermodell, das erstmals in der Saison 2015/16 auf den Markt kam, ist der Trek Ascent Insulated. Hierbei handelt es sich um die gefütterte Variante des Trek Ascent, die sich vorwiegend bei leichten Aktivitäten im Gelände oder auf Reisen großer Beliebtheit erfreute. Der Trek Ascent Insulated ist in den Farben schwarz und khaki-orange (Herren) bzw. khaki-grape (Damen) jeweils für beide Geschlechter erhältlich. Laut Herstellerangaben sollte das Modell eine Nummer größer gewählt werden, da die Innenfütterung doch sehr üppig ausfällt. Hier kommt es natürlich auf die Socken an. Wer es komfortabel und kuschelig warm haben möchte, greift zu den Endura Merino Comfort Plus von Knitido – dann ist die Größenauswahl +1 in jedem Fall sinnvoll. Wer die Schuhe trotz eisigen Temperaturen à la FiveFingers Manier barfuß tragen möchte, kann sie in seiner gewohnten Größe wählen. Der Unterschied bei der großen Zehe beträgt rund 0,5cm.

Produktbild FiveFingers Trek Ascent InsulatedDas Obermaterial des Trek Ascent Insulated besteht aus widerstandfähigem Cordura und ist wind- und wasserabweisend. Während alle anderen FiveFingers Modelle in den Bereichen zwischen den einzelnen Zehentaschen keine spezielle Imprägnierung besitzen, ist der Nässeschutz bei diesem Modell komplett und rundum vorhanden. Damit bleiben die Füße zumindest bei Nieselregen oder Schnee trocken. Im Inneren verwendet FiveFingers angenehm weiche Wolle, die neben ausreichend Wärmeleistung und einem angenehmen Fußklima auch einiges an Komfort zu bieten hat. Die Innensohle misst 4mm, doppelt so viel wie jene beim CVT Wool. Dieser Minimalschuh ist definitiv maximal ausgestattet, was im Vergleich zu anderen FiveFingers Modellen anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Auch ist bei diesem Modell eine optimale Passform der Socken wichtiger denn je, ansonsten wird es aufgrund des dicken Innenfutters schnell unbequem. Als Außensohle kommt die neuartige Icetrek Gummimischung zur Anwendung, welche eine hervorragende Performance speziell bei niedrigen Temperaturen bietet. Der Hersteller verspricht ultimativen Grip auf Eis, Schnee und vereisten Flächen, was wir in der Tat bestätigen können. Auch in nassen Treppenhäusern, auf feuchten, teils gefrorenen Holzböden hatten wir sicheren Stand. Das ist nicht bei jedem Winterschuh selbstverständlich und soll an dieser Stelle lobend hervorgehoben werden. Zudem wiegt das Paar gerade einmal 377g (Gr. 40), so leicht wie kaum ein anderer gefütterter Winterschuh auf dem Markt. Als besonders angenehm sind uns die robusten, rund 5mm dicken Schnürsenkel aufgefallen. Sie lassen sich optimal schnüren und öffneten sich nicht von alleine. Das ist vor allem bei Wanderungen und Städtetrips von Vorteil. Barfußlaufen fördert zudem eine gesunde Körperhaltung und stärkt das Wohlbefinden des eigenen Körpers. So werden Natur und Umwelt mit einem weiteren Sinn wahrgenommen.

Wie alle Modelle von FiveFingers lässt sich auch der Trek Ascent Insulated problemlos bei 30°C in der Waschmaschine waschen. Getrocknet werden die Schuhe auf der Heizung oder vor dem Ofen. Ein Lösen des Klebers nach mehrmaligem Waschgang konnten wir bei diesem Modell nicht feststellen. Auch wenn der Trek Ascent Insulated aufgrund der Verwendung robuster Materialien (Cordura kommt u.a. als Außenmaterial vom Rucksäcken zur Anwendung) teilweise etwas klobig wirkt, lässt er sich – zumindest in der schwarzen Farbvariante – ebenfalls gut zu Freizeitoutfits kombinieren.

Der Trek Ascent Insulated ist für all diejenigen gedacht, die auch bei klirrend kalten Temperaturen nicht auf das Gefühl des Barfußlaufens verzichten möchten. Die rutschfeste, verhältnismäßig dicke Außensohle, eine komplette Innenfütterung aus Wolle sowie die Verwendung von robustem Cordura als Außenmaterial machen deutlich, dass die Italiener bei diesem Wintermodell keine Kompromisse eingehen. Ob zum Spaziergang im Gelände, einer Städtereise in den Wintermonaten oder einfach als Schuh für jeden Tag – ein gefüttertes Wintermodell fehlte definitiv noch in der Produktpalette von FiveFingers.

Tekla von IVANHOE – knitted in Gällstad

Beitragsbild Ivanhoe Tekla

UtskriftRund eine Stunde Fahrzeit mit dem Auto von Göteborg entfernt liegt Gällstad im Landesinneren von Schweden. Die kleine Ortschaft, welche seit Jahrzenten für Strickarbeiten bekannt ist, zählt heute um die 500 Einwohner und beheimatet seit 1946 das schwedische Traditionsunternehmen IVANHOE, das im Februar sein 70-jähriges Bestehen feierte. IVANHOE setzt auf langlebige, robuste Bekleidung und Accessoires, die in überschaubarer Stückzahl produziert werden. Hier geht Qualität ganz klar vor Quantität. Produziert wird ausschließlich in Schweden und Nordeuropa, sodass der Umwelt zuliebe auf weite Kommunikations- und Transportwege verzichtet wird. IVANHOE ist außerdem Mitglied der renommierten Scandinavian Outdoor Group.

Wir durften den Tekla aus der aktuellen Herbst-/Winter-Kollektion 2015/16 testen. Der Wollpullover besteht aus 100% gewalkter, bluedesignzertifizierter Wolle. Die Naturfaser hat gleich mehrere positive Eigenschaften. Wolle ist geruchsneutral und aufgrund der natürlichen Fettschicht der Faser schmutz- und wasserabweisend. Daher muss der Pullover nur selten gewaschen werden. Dies geschieht mittels Handwäsche oder bei 30°C in der Waschmaschine. Wird er abends vor dem Ofen aufgehängt, ist er bereits am Folgetag trocken. Ein weiterer Vorteil liegt in der Wärmeleistung, die selbst im feuchten Zustand, beachtlich ist. Tekla ist robust und grobmaschig gestrickt, sodass sich bei kalter Umgebungstemperatur die Luft in den Wollkammern schnell erwärmen kann. Der Wollpullover schmiegt sich wunderbar an den Körper an und sorgt für ein wohliges Tragegefühl ohne Kratzen. Vor allem an sehr kalten, windigen Tagen bietet Tekla optimalen Kälteschutz. Sind die Temperaturen etwas milder, kann er auch problemlos als Wetterschicht getragen werden. Durch seinen geraden Schnitt liegt der Pullover locker am Körper an und engt nicht ein. Im Vergleich zu anderen Bekleidungsstücken skandinavischerProduktbild Tekla Marken fällt der Tekla normal aus. Der kontrastreiche ½-Zip reicht bis zum Schwertfortsatz des Brustbeins und bietet eine zusätzliche Möglichkeit der Körperklimaregulierung. Er ist leichtgängig und mit einer Zipperverlängerung ausgestattet. Der Reißverschluss endet einige Zentimeter unter dem Kragen, um Wundabrieb am Kinn zu verhindern. Der Kragen selbst misst rund 7cm Höhe und sorgt für wohltuende Wärme an Hals und Nacken. Kreativ und mustergültig zugleich empfinden wir die bunt geringelten, ausklappbaren Ärmelbündchen, die als Pulswärmer fungieren. Sie bestehen aus dünner Wolle, reichen bis zu den Mittelfingerknochen und bieten Beharrlichkeit vom Feinsten. Dieses Detail positioniert den Tekla auf unsere persönliche Liste von Lieblingsbekleidungsstücken und lässt über die sich lösende Naht am rechten Schulterblatt hinwegsehen. „Eine Ausnahme“, wie uns Vertriebsleiter Anders Göthager versicherte.

Die jahrzehntelange Erfahrung in der schwedischen Textilindustrie und die Sorgfalt eines traditionsreichen Familienunternehmens bleiben nicht verborgen. Insgesamt macht der Tekla einen sehr wertigen Eindruck und überzeugt auf ganzer Linie. Besonders die einklappbaren Pulswärmer erwiesen sich als nützliches Detail und steigerten unzweifelhaft das Wohlbefinden.

Wer auf der Suche nach langlebiger, nachhaltig produzierter Bekleidung aus Europa ist, sollte sich unbedingt mit dem schwedischen Traditionsunternehmen befassen. Neben einer Herbst/Winter- und einer Frühjahr-/Sommer-Kollektion bietet IVANHOE eine Classic-Kollektion mit zeitlosen, eleganten Teilen an. Der Produktkatalog ist hier einsehbar.

 

Endura TS und Endura TS Merino Comfort Plus – Zehensocken aus Merinowolle von Knitido

Beitragsbild Knitido

Zehenschuhe erfordern, wenn sie nicht gerade barfuß getragen werden, spezielle Socken: Zehensocken. Im Vergleich zu den Schuhen ist der Zehensockenmarkt riesig und die Auswahl ziemlich erschlagend. Die Preis- und Qualitätsunterschiede sind enorm. Zumindest letztere wirken sich direkt auf das Tragegefühl der Schuhe aus und sollten daher genau in Augenschein genommen werden. Und auch wenn man herkömmliche Schuhe trägt, sind perfekt sitzende, hochwertige Socken ein echter Wohlfühlfaktor.

Das japanische Familienunternehmen Knitido produziert seit 1981 ausschließlich Zehensocken. Als Pionier in dieser Nische bietet es seine Produkte seit 2007 auch auf dem deutschen Markt an. Die Produktpalette ist stetig gewachsen und beinhaltet derzeit Zehensocken aus Baumwolle, Merino, Seide, Kaschmir, Bambus und diversen synthetischen Materialien, die in Kinder- und Erwachsenengröße erhältlich sind.

Der große Vorteil an Zehensocken: sie binden Feuchtigkeit, vermindern Reibung und beugen so schmerzhafter Blasenbildung vor. Ob Sommer oder Winter – Zehensocken kompensieren zudem Fußgeruch. Kalte Zehen muss man bei Zehensocken übrigens nicht befürchten. Das Gegenteil ist der Fall. Zehensocken schützen optimal vor Kälte, da die Luft in den einzelnen „Zehenhüllen“ zirkulieren und sich erwärmen kann. Außerdem verleiten die einzelnen Kammern zum Training der Zehenmuskulatur, dem unabhängigen Bewegen der einzelnen Zehen, was letztendlich die Blutversorgung anregt und die Mobilität verbessert.

Wir durften zwei ganz neue Produktbild Knitido Endura TS MerinoZehensocken-Modelle testen, die vor allem bei frostigen Temperaturen und in der Übergangszeit ihr exklusives Materialgemisch auf ganzer Linien ausspielen. Die Knitido Endura TS und die Knitido Endura TS Merino Comfort Plus bestehen aus 49% bzw. 50% Merinowolle sowie einem Nylon-Polyester-Polyurethan-Gemisch. Die verarbeitete, neuseeländische Merinowolle, ist nicht nur absolut kratzfrei, sondern verfügt auch über geruchsneutrale, antibakterielle und schnelltrocknende Eigenschaften. Beide Modelle wurden doppelt mit haltbarem Nylon verstärkt, sodass sie neben optimalem Tragekomfort auch äußerst langlebig sind. Die Socken passen sich aufgrund ihrer nahtfreien Konstruktion optimal an die Fuß-Anatomie an und geben den Zehen genügend Bewegungsfreiheit. Wie alle Modelle von Knitido, besitzen auch unsere beiden Testprodukte eine passgenaue Ferse. Hierbei handelt es sich definitiv um ein Qualitätsmerkmal, auf das wir nicht mehr verzichten möchten. Mit einer exakt passenden Ferse steigt das Wohlbefinden enorm, denn im Vergleich zu einem Sockenpaar in Einheitsgröße (Gr. 36-45) wird unangenehme Faltenbildung auf dem Spann und eine dadurch resultierende Abschnürung verhindert.

Produktbild Endura TS Merino PlusBei der Knitido Endura TS Merino Comfort Plus handelt es sich um eine „Upgrade Version“ der Endura TS, welche zusätzlich noch über Polsterzonen an Ballen und Knöcheln verfügt und an der Ferse etwas höher geschnitten ist. Das macht die Socke gerade an der Zehenpartie voluminöser, sodass zumindest Zehenschuhe von FiveFingers (Wintermodelle) eine Nummer größer als gewohnt gewählt werden sollten. Sowohl bei den Endura TS, als auch bei den Endura TS Merino Comfort Plus Zehensocken handelt es sich um ein Unisex-Modell, das bis zur Wade reicht. Beide sind jeweils in den Farbkombinationen schwarz/grau sowie schwarz/graubraun erhältlich.

Die Haptik und das Tragegefühl bei beiden Modellen sind überragend. Die Polsterzonen erlauben Barfußlaufen vom Feinsten. Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften der Merinowolle in Kombination mit elastischen, widerstandsfähigen Materialien, bietet Knitido mit den Endura TS und den Endura TS Merino Comfort Plus hochwertige Zehensocken, die bei richtiger Pflege nahezu unverwüstlich sind. Wer Wert auf ein hervorragendes Tragegefühl legt, unabhängig ob Zehenschuhträger oder nicht, wird diese Investition nicht bereuen.

CVT Wool von FiveFingers – die Barfußschuhe für den Lifestyle-Bereich

Beitragsbild Five Fingers CVT Wool

Beim Stadtbummel, in der Uni oder auf der Arbeit. Wer die FiveFingers vom italienischen Unternehmen Vibram trägt, zieht die Blicke auf sich. Dabei ist das Konzept des Barfußlaufens gar nicht mehr so unbekannt. Im Laufsport hat es sich bereits durchgesetzt und auch im Fitnessstudio sieht man immer häufiger Athleten, die in den leichten, flexiblen Schuhen ihren Workload absolvieren. Einzig als Freizeitmodell scheinen die Barfußschuhe mit einzelnen Zehenkammern noch nicht angekommen zu sein.

Produktbild CVT WoolDas könnte sich nun ändern. Mit dem CVT Wool bringt Vibram das erste klassische Freizeitmodell für kühlere Temperaturen auf den Markt. Der halbhohe Schnürschuh ist in der Herrenausführung in den Farben Grey und Navy Grey, in der Damenvariante in Black Grey und Caramel erhältlich. Größentechnisch fällt das Modell normal aus. Lediglich diejenigen, die sehr dicke Wintersocken (z.B. Endura TS Merino von Knitido) darin tragen möchten, sollten den Schuh eine Nummer größer wählen. Das Obermaterial besteht komplett aus Wolle und verleiht dem CVT Wool neben einem äußerst angenehmen Tragegefühl auch einen Hauch von Business Casual. Er ist leicht wasserabweisend, muss allerdings bei Nieselregen schon nach kurzer Zeit passen. Spätestens beim ersten (Fehl)tritt in eine Pfütze, sind die Füße nass, denn die Zwischenräume aus Wollfilz sind ungeschützt und saugen sich innerhalb kürzester Zeit mit Wasser voll. Die 3,5mm dünne, flexible Außensohle ist makellos verarbeitet und dick genug, um vor Temperaturen um den Gefrierpunkt zu schützen. Ein spezielles Anti-Rutsch-Pad sorgt für optimalen Halt, auch auf nassem Untergrund. Mit 120g (Gr. 40) ist der CVT Wool zudem ein echter Grammjäger.

Überragend ist das natürliche, barfußähnliche Tragegefühl. Der Einstieg in der Welt der Barfußschuhe ist zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig. Wer sich jedoch einmal damit arrangiert hat, möchte sowohl das Tragegefühl als auch das geringe Gewicht dieser Herbst/Winter-Schuhe nicht mehr missen. Ebenfalls klasse: das Fußklima und die unkomplizierte Schnürung. Speziell die hellen Farbausführungen Grey und Caramel sind etwas schmutzanfällig. Die Reinigung kann problemlos in der Waschmaschine bei 30°C erfolgen. Anschließend sind sie an der Luft zu trocknen, bereits 12 Stunden später sind sie aufgrund des Wollgemischs (wohl Wolle mit Merinoanteil) wieder einsatzbereit. Trotz mehrmaligen Waschgängen lösten sich weder Nähte noch Kleber und das Obermaterial zeigte sich nach wie vor ansehnlich. Kein Verfilzen, keine Knötchenbildung, keine dünnen Stellen. Top!

Mit dem CVT Wool bringt Vibram den ersten Zehenschuh auf den Markt, der sowohl stylisch, komfortabel, als auch funktional ganz weit oben mitspielt. Er eignet sich perfekt für die Übergangszeit, lediglich ein besserer Nässeschutz wäre wünschenswert.

Optimum Jacket von DEVOLD – die ideale Symbiose zwischen modernem Design, Naturfaser und Funktionalität

Beitragsbild Optimum Jacket

Devold of Norway AS kann auf eine langjährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Seit 1853 produzieren die Skandinavier Qualitätskleidung aus Wolle und sind somit einer der ältesten Hersteller von Strickkleidung in ganz Europa. Seit Ole Andreas Devold den Betrieb vor über 160 Jahren gründete, hat sich an der Ausrichtung und Philosophie des Unternehmens nichts geändert: Die Herstellung von Kleidung von hoher Qualität, die sowohl gegen Wind als auch gegen Wetter schützt – und dies bei ansprechendem und funktionalem Design.

Im letzten Jahr haben wir bereits den Svalbard Sweater Zip-Neck des norwegischen Traditionsunternehmens vorgestellt. Dieser extrem robuste und warme Wollpullover sowie die Firmenphilosophie des Unternehmens überzeugten uns, sodass wir auch für die aktuelle Herbst/Winter Kollektion 2015/16 wieder ein Produkt des norwegischen Outdoorspezialisten genauer unter die Lupe genommen haben.

Wir haben die Optimum Jacket Men über die Wintermonate getestet, um herauszufinden, ob der Base- und Secondlayer den beschriebenen Anforderungen bei unseren ausgiebigen Wandertouren aber auch bewegungsintensiven Aktivitäten wie Klettern und Bouldern Stand halten kann.

Produktbild Optimum JacketDie Wolljacke kann mit einem guten Schnitt und zeitlosem Design überzeugen, wenngleich sie für das Größentableau des deutschen Markts doch recht groß ausfällt. Es empfiehlt sich daher das Modell eine Nummer kleiner zu wählen. Sie besteht aus 100% hautfreundlicher, Total-Easy-Care®-Merinowolle (230g/m²), ist nicht nur dampfdurchlässig und kann mit guter Temperaturregulierung überzeugen, sondern zeichnet sich auch durch eine exzellente Geruchsneutralität aus. Die Jacke vermittelt durch 17,5 Micron feine Wollfasern ein angenehm warmes und komfortables Gefühl auf der Haut. Sie kann problemlos als Baselayer direkt auf der Haut oder als Zwischenschicht mit entsprechendem Oberteil darunter getragen werden. Das Gewicht von 447 g (bei Größe L) liegt absolut im Rahmen.

Das Besondere: Die Optimum Jacket besteht aus zwei gestrickten Lagen und bietet daher neben exzellenter Isolierung einen besonders guten Feuchtigkeitstransport. Entstehende Wassermoleküle absorbiert die Wolle und transportiert sie sofort vom Körper weg. Ein durchgehender Reißverschluss erleichtert das An- und Ausziehen und dient bei schweißtreibenden Aktivitäten zudem der Frischluftzufuhr. Die hoch geschnittene, anliegende Kapuze umschließt den Kopf bei Bedarf vollständig. Flache Nähte und Daumenschlaufen an den Ärmelabschlüssen sowie zwei seitlichen Einschubtaschen komplettieren das für sportliche und funktionale Einsatzzwecke ausgelegte Gesamtkonzept der Optimum Jacket. Die Wolljacke ist maschinenwaschbar bis 40° C und trocknergeeignet bis 50° C. Selbst Bügeln ist nach Herstellerangaben bis 110° C möglich. Alle Teile werden ausschließlich in Europa hergestellt. Die Optimum Jacket ist in der Damen- und Herrenvariante in den Farben Sea (hellblau) und Ink (dunkelblau) in den Größen S – XXL erhältlich.

Wer eine Funktionsjacke bzw. einen Funktionspullover aus reiner Naturfaser sucht, der sich für Alltag und Sport gleichermaßen eignet, der trifft mit der Devold Optimum Jacket garantiert die richtige Entscheidung. Uns hat die Qualität der Optimum Jacket ihr locker lässiger Schnitt, ihre hohe Funktionalität und Bewegungsfreiheit jedenfalls auf ganzer Linie überzeugt. Eine perfekte, universell einsetzbare Jacke – das Optimum eben!

SÄTILA(’S) VISION: die X-3 – eine Mütze mit reflektierenden Elementen zur besseren Sichtbarkeit

Beitragsbild Saetila

Eine Lauf-Mütze sollte in allererster Linie atmungsaktiv sein und warm halten. Im Idealfall passt sie noch gut zur Kopfform. Für die Damenwelt sollte sie gegebenenfalls zum Outfit passen. Damit wären die echten „must-haves“ an eine Kopfbedeckung erfasst. Dem schwedischen Unternehmen Sätila ist ein weiterer Aspekt wichtig. Die Sichtbarkeit bei Nebel, Nieselregel und Dunkelheit.

Zur Umsetzung des Sicherheitsaspekts wurde in das Modell X-3 reflektierendes Garn eingearbeitet. Damit wird der Träger oder die Trägerin (es handelt es um ein unisex Modell) beim Aufleuchten einer Lichtquelle schon von Weitem gesehen. Die Faser ist bei normalem Tageslicht nicht sichtbar, sodass die X-3 durchaus auch alltagstauglich ist. Designtechnisch ist die X-3 sportlich-urban gehalten und eher unauffällig.

Die Mütze besteht zu 80% aus Polyester (Cool Max) und zu 20% aus Merinowolle. Damit bündelt Sätila die Eigenschaften des Naturproduktes Merinowolle (atmungsaktiv, schnelltrocknend, geruchsneutral) mit den hervorragenden

Eigentümlichkeiten von Polyester (robust, formbeständig, pflegeleicht). Das Innenfutter, wahlweise in schwarz, pink oder blau erhältlich, wurde in Kontrast zum hellgrauen Außenmaterial gehalten. Die Mütze ist in zwei Größen erhältlich, wobei für Herren grundsätzlich die größere Variante ausgewählt werden sollte, da das Modell relativ kein ausfällt. Das grobe, besonders atmungsaktive Strickmuster auf der oberen Hälfte sorgt für optimale Transpiration. Ein feines Strickmusterband im unteren Bereich der Mütze schützt zuverlässig die empfindlichen Ohren und sorgt für einen guten Tragekomfort. Das Polyester-Merino-Fasergemisch liegt angenehm auf der Haut auf und erzeugte im Praxistest keinerlei Abriebstellen. Ferner lässt sich die Mütze weit genug über die Ohrenpartie ziehen, sodass diese dauerhaft – auch bei bewegungsintensiven Aktivitäten – geschützt ist. Eine leichte elektrostatische Aufladung ist trotz des Merinowollanteils festzustellen.

Wie alle Sätila Produkte wurde auch die X-3 in Schweden designt und produziert. Das spart Ressourcen, ermöglicht kurze Kommunikationswege und garantiert eine hochwertige Qualität. Die verwendete Merinowolle ist absolut mulesing-frei.

Für diese Idee erhielt Sätila im letzten Jahr den Scandinavian Award (S.O.A.)! Zu Recht, wie wir finden. Denn neben dem Sicherheitsaspekt punktet die X-3 auch mit optimalen Trageeigenschaften und einer guten Passform. Für Läufer oder Wanderer, die auch bei kalten Temperaturen gerne etwas zügiger unterwegs sind, ist die X-3 eine sinnvolle Investition.

Onawa von Red Chili – eine Hose für Halle, Fels und Freizeit

Beitragsbild Red Chili Onawa

Unter dem Motto „Only climbers know what climbers need“ promotet der ehemalige Welt- und Europameister Stefan Glowacz sein Label. Zusammen mit Uwe Hofstädter entstand die Unternehmensidee bei Rioja Wein und einem Song der Red Hot Chilli Peppers. Inzwischen hat das Label Kultstatus erreicht. Die rot-weiße Chilischote ziert neben Schuhen und Bekleidungsstücken auch Chalkbags und Crashpads.

Widmet man sich der Textilkollektion, erkennt man, dass diese die Handschrift seiner Frau Tanja Valerièn-Glowacz trägt. Die hochgewachsene, sympathische Frau hat ein Faible für Maya Muster, Naturvölker und fremde Kulturen. Das strahlt sie aus, das setzt sie in ihrer Kollektion um. Heraus kommen Bekleidungsstücke, die nicht nur typische Funktionsbekleidung zum Klettern sind, sondern sich auch abends nach getaner Arbeit am Strand sehen lassen können.

Produktbild OnawaWir durften die Kletterhose Onawa aus der aktuellen Kollektion testen. Das Modell ist in den Farben Mojave Desert, Hydro und Black erhältlich. Die Hose besteht aus 97% Baumwolle und 3% Elastan und sticht optisch aufgrund der seitlich verlaufenden Bordüre sofort ins Auge. Inspiriert von Naturvölkern und kombiniert mit einem Hauch von Ethnokultur, versprüht das phantasievolle Webband einen ganz besonderen Charme. Die Hose wurde sportlich urban im Used-Look gehalten und ist gerade geschnitten. Die Kniepartie ist minimal vorgeformt, allerdings nicht verstärkt. Bündchen am Hosenende sorgen für einen sauberen Beinabschluss und gewähren freien Blick auf die Schuhe. Zwei seitliche Einschubtaschen bieten Stauraum für ein Taschentuch und die Lippenpflege. Den rechten, hinteren Oberschenkel ziert ein originelles Red Chili Logo Patch.

Beweglichkeit, robuste Materialien und ein lässiger Schnitt – eine Kletterhose ganz nach meinem Geschmack. Das Stoffgemisch liegt zudem angenehm auf der Haut und klebt nicht, wenn das Training mal etwas intensiver wird. Mit insgesamt 385g (Größe S) ist sie angenehm leicht und besitzt eine gute Klimaregulierung. Der gerippte Hosenbund misst rund 3,5cm Breite und passt sich optimal an die Trägerin an. Hier kratzt und zwickt nichts. Sowohl beim Yoga für Kletterer, im Kamin oder bei weitreichenden Zügen ist Onawa eine gute Wahl. Lediglich die Regulierung der Bundweite (bei mir 37cm) ist für meinen Geschmack nicht optimal gelöst. Neben einem Druckknopf ist ein nicht elastischer Kordelzug eingearbeitet, der mangels Länge nicht als Schleife gelegt werden kann, sondern geknotet werden muss. Zieht sich dieser einmal zu, ist er nur mit Mühe und Geduld zu lösen. Für geschaffte Chalkfinger eine echte Herausforderung. Ein Manko, das sich sicherlich schnell beheben lässt. Die Onawa fällt regulär aus und kann problemlos in der Waschmaschine bei 30°C gereinigt werden. Made in Portugal.

Das strapazierfähige Baumwoll-/Elastangemisch ist robust und pflegeleicht. Onawa besticht durch ihr außergewöhnliches Design und eignet sich für die Kletterhalle, für Boulderabenteuer am Naturfels sowie für sämtliche Freizeitaktivitäten gleichermaßen.

Nachhaltiges Hoody Jacket für naturbewusste Outdoorliebhaber

Beitragsbild Hoody Jacket

In diesem Jahr warten die Mittelgebirge vergebens auf die weiße Pracht. Dezember-Spaziergänge bei milden 12°C, Weihnachtsshopping ohne Daunenjacke, Bouldern mitten im Winter! Einzige Wärmeschicht: das kuschelige Whatever Hoody Jacket.

Der Dauerbrenner der Marke bleed besteht zu 100% aus organischer Bio-Baumwolle und wurde mit echten Olivenholzknöpfen ausgestattet. Angenehme 565g (Größe S) wiegt das etwas dickere Hoody Jacket, das innen leicht angeraut ist. Aufgrund des wohlig-weichen Tragegefühls eignet es sich als universelle Freizeitjacke. Neben zwei vorderen Einschubtaschen besitzt sie zudem eine Kapuze. Diese gewährt allerdings eher mäßigen SchProduktbild Hoody Jacketutz bei Wind und Kälte, da sie leider nicht verstellbar ist. Hier steht eher der modische Faktor im Mittelpunkt. Geschlossen wird die Jacke mittels unikaten Vierloch-Holzknöpfen aus mediterranem Olivenholz. Trotz vorheriger Bedenken überstanden sie den Maschinenwaschgang bei 30°C problemlos. Sie werden lediglich etwas heller, was bei dem Naturprodukt Holz regelmäßig der Fall ist. Das aufgenähte Kork-Patch ist das Markenzeichen von bleed und steht für „toxic free“. Alle verwendeten Stoffe werden ohne tierische Materialien gefertigt und können daher auch von Veganern getragen werden. bleed achtet zudem auf die Einhaltung fairer und sozialer Handelsbedingungen über die gesamte Lieferkette hinweg. Das Hoody Jacket ist in dark-blue-melange, einem warmen jeansblau, erhältlich und fällt etwas größer aus. Es ist sauber verarbeitet, schmutzbeständig und robust.

Ob als Überzieher während Boulderpausen, leger mit einem T-Shirt drunter oder stilecht über der Oxford Bluse – der Einsatzbereich dieser Jacket passt perfekt zu ihrem Namen. „Was auch immer“. Das Whatever Hoody Jacket ist nunmehr in der 3. Generation erhältlich und besticht neben einem tollen Schnitt und ultimativem Wohlfühlfaktor auch durch eine absolut faire Produktion.

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